| Die GEIE-TMB, einheitliche Betreibergesellschaft |
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Die Gesellschaft "Gruppo Europeo di Interesse Economico del Traforo
del Monte Bianco" ("Europäische Vereinigung wirtschaftlicher Interessen des Montblanc-Tunnels")
GEIE-TMB ist ein Rechtssubjekt auf EU-Basis, das am 18. Mai 2000 auf Iniziative der
französischen und der italienischen Konzessionsgesellschaften
ATMB
(Autoroutes et Tunnel du Mont Blanc s.a./ Autobahn und Tunnel des Mont Blanc)
und SITMB (Società Italiana per il Traforo del Monte Bianco s.p.a.) mit dem Ziel der
gemeinschaftlichen Instandhaltung und des Tunnelbetriebs gegründet wurde. Sie ist im
Unternehmensregister von Aosta geführt, hat ihren Hauptsitz in Courmayeur, Piazzale
Italiano del Traforo sowie eine feste Niederlassung auf französischem Staatsgebiet.
Nach dem Brand am 24. März 1999 hatte die GEIE-TMB während der Wiederaufbau- und
Modernisierungsarbeiten im Tunnel Koordinierungs- und Kontrollfunktion, mit dem Ziel,
absolut einheitliche Interventionen zu garantieren, und zwar insbesondere im Blick
auf die Installierung und den Betrieb der Sicherheitsanlagen. |
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In den Monaten vor der Wiedereröffnung war sie für die
Organisation und Schulung des mit dem Betrieb beauftragten Personals zuständig,
wobei auch entsprechende Betriebsproben durchgeführt wurden.
Seit 9. März 2002 ist sie für alle Arbeiten im Zusammenhang mit der Betriebsführung des
Tunnels sowie der beiden Steuerungsstellen für den Schwerverkehr in Aosta (I) und
Passy-Le Fayet (F) verantwortlich. Sie zieht die Mautbeträge ein, interveniert bei
allen Projekten in Sachen Sicherheit und vergibt alle Aufträge in den Bereichen
Instandsetzung, größere Reparaturen und Verbesserung der Infrastruktur sowie im Blick
auf die technische Ausrüstung des Tunnels. |
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| Die Organisation |
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Die GEIE-TMB wird von einem Aufsichtsrat geleitet, der mit dem Vorsitzenden
aus 10 Mitgliedern besteht, welche paritätisch von den beiden Betreibergesellschaften
ATMB
und SITMB ernannt werden. Der Vorsitzende wird alle 30 Monate abwechselnd von der
französischen bzw. von der italienischen Gesellschaft designiert. .
Die übergeordnete zwischenstaatliche Kontrollkommission legt in Zusammenarbeit mit ihrem
technischen Beratungsorgan, dem Sicherheitskomitee, die allgemeinen Richtlinien fest und
regelt unter Absprache mit den italienischen und französischen Ministern für die
Infrastruktur verwaltungspolitische Fragen.
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| Die Betriebsleitung |
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Die Leitung und Verwaltung der GEIE-TMB untersteht einem Vorstandskomitee, das aus zwei jeweils von
ATMB
und SITMB ernannten Direktoren und einem Betriebsleiter besteht, welcher abwechselnd
alle 30 Monate von der Gesellschaft, die gerade nicht den Vorsitzenden des
Aufsichtsrates stellt, benannt wird.
Seit dem 1. März 2007, Pierre Vicédo der von ATMB designierte Betriebsleiter und Nachfolger von Mario Battaglia, während Giovanni Dominedò in Vertretung der SITMB zum gleichen Zeitpunkt der Vorsitz des Aufsichtsrates übertragen wurde. Die beiden weiteren Direktoren sind Pierre-François Linarès und Alfredo Pellegrini, der von der ATMB und der SITMB in seinem Amt bestätigt wurde.
Die Betriebsstruktur der GEIE-TMB kann wie folgt zusammengefasst werden (die Zahlen beziehen sich auf den Stand vom 31.12.2007).
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Das Personal |
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| Das Organigramm |
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Die Organisation des Betriebsdienstes der GEIE-TMB gliedert sich in fünf funktionale Einsatzbereiche:
Ressort "leitende Dienstfunktionen" (8 Einheiten)
Verwaltung und Finanzen (16 Einheiten)
Kunden und Mautgebühr (43 Einheiten)
Sicherheit und Verkehr (66 Einheiten)
Technik und Informatik (47 Einheiten)
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| Ressort "leitende Dienstfunktionen" |
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Neben den Amtsbereichen Sekretariat und Unterstützung des Vorstandskomitees, ist dieses Ressort für den
Bereich Kommunikation zuständig, kümmert sich um Public Relations und Werbekampagnen
und ist Ansprechpunkt für Informationsorgane und öffentliche oder Privatpersonen, die eine
Besichtigung des Tunnels und seiner Einrichtungen wünschen, denn die zur Verbesserung der
Sicherheit eingeführten technologischen Innovationen wecken lebhaftes Interesse bei vielen
Beobachtern. |
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Zu den Aufgaben des Ressorts "leitende Dienstfunktionen" gehört die Überwachung der Umweltbedingungen
im Tunnelbereich. Die Daten bezüglich der Luftqualität werden für die französische Seite von der Air
de l’Ain et des Pays de Savoie (AIR-APS) geliefert, für die italienische Seite von der
Regionalbehörde für Umweltschutz (ARPA). Die Messdaten hinsichtlich des Geräuschpegels werden vom
Centre d’Etudes Techniques de l’Equipement (CETE) und von ARPA bereit gestellt.
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Eine weiterer wichtiger Beitrag zur Unterstützung des Vorstandskomitees wird von der Abteilung
Risikoverhütung und Qualität geleistet. Ihr Hauptziel ist eine einheitliche Regelung des
Sicherheitsstandards für das Personal am Arbeitsplatz, d.h. die Vereinheitlichung von Normen,
aufgrund derer für das italienische und das französische Personal unterschiedliche Arbeitsbedingungen
gelten.
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| Das Ressort Verwaltung und Finanzen |
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Es verwaltet die Buchhaltung, das Personal, erstellt die Bilanz und vollzieht alle
verwaltungstechnischen, finanziellen und steuerlichen Operationen, die zum Zuständigkeitsbereich der
GEIE-TMB gehören. |
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| Das Ressort Kunden und Mautgebühr |
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Es ist Ansprechpartner für die Kunden und organisiert den Maut - Entrichtungsdienst
an den beiden Tunnelportalen. Bei einem Unfall im Tunnel gehört es zu den Aufgaben dieser
Beauftragten, beim Eintreffen der öffentlichen Hilfsdienste und bei der Evakuierung der nicht
direkt im Ereignisfall involvierten Personen Unterstützung zu leisten. Ferner händigen sie
den Tunnelbenutzern das Merkblatt mit der Verkehrsordnung für die Tunneldurchfahrt aus, worin
besonders auf Maximalgeschwindigkeit und Sicherheitsabstände hingewiesen wird, und liefern alle
sachdienlichen Hinweise. |
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| Das Ressort Sicherheit und Verkehr |
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Ihm unterstehen sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der Kontrolle des Verkehrs und
der Gewährleistung der Sicherheit, sowohl bei normalen Betriebsbedingungen als auch im Ereignisfall. |
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Die Mitarbeiter des Ressorts Sicherheit und Verkehr leiten die beiden sich
miteinander koordinierenden Kontroll- und Bedienungsstellen (PCC) Süd und Nord, von denen die eine
für die Kontrolle des Verkehrs, die andere für Verkehrsinformationen zuständig ist; die Einsatzteams
für Sicherheit und Verkehr (EST) kontrollieren und garantieren rund um die Uhr die korrekte Anwendung
der Verkehrsordnung, wobei Spezialfahrzeuge mit Soforthilfe - Ausrüstung für Unfälle bzw. Pannen im
Tunnelinneren eingesetzt werden. Die EST übernehmen auch den Geleitschutz von Spezialtransporten. |
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Die in den Steuerungsstellen für den LKW-Verkehr in Aosta (I) und
Passy-Le Fayet (F) beschäftigten Assistenten für Sicherheit und Verkehr (AST) kontrollieren die
Schadstoffklasse und die Maße der Fahrzeuge und händigen den Fahrern die Vignette für die
Zufahrt zum Tunnel aus. |
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Unter den institutionellen Aktivitäten des Ressorts Sicherheit und Verkehr nimmt die Organisation
und Durchführung der Sicherheitsübungen, die alle drei Monate stattfinden, um die Effizienz der
technischen Systeme, die Reaktionsfähigkeit des für die Kontrolle und Steuerung der Vorrichtungen
zuständigen Personals, die Koordination der Feuerwehreinsätze, der Sapeurs Pompiers, des bi-nationalen
Polizeidienstes sowie des öffentlichen Rettungssanitäterdienstes im Ernstfall zu prüfen, eine
besonders wichtige Stellung ein.
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| Das Ressort Technik und Informatik |
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Die Techniker und Einsatzkräfte dieses Ressorts sind für die Funktionsfähigkeit der
Infrastruktur, der technologischen Anlagen, der Telekommunikation sowie der verschiedenen
Informatikgeräte zuständig; sie sorgen für deren Instandhaltung und intervenieren im
Störungsfall. |
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Die Partner |
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| Die Soforthilfe - Einsatzteams |
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Der Sicherheitsdienst wird durch die konstante Anwesenheit von hoch qualifizierten
professionellen Fachkräften an allen drei Kontrollstellen (zwei außerhalb des Tunnels und eine
in der Tunnelmitte) ergänzt, welche speziell für die Brandbekämpfung in geschlossenen Räumen
ausgebildet wurden. Ihnen stehen eigens hierfür entwickelte Spezialfahrzeuge und -ausrüstungen
zur Verfügung, wobei sie am gleichen Arbeitsplatz und in enger Kooperation mit den Einsatzkräften
des Tunnels zusammen arbeiten. |
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| Der bi-nationale Polizeidienst |
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Der aus Mitgliedern der italienischen Staatspolizei und der französischen
Gendarmerie bestehende bi-nationale Polizeidienst verfügt über Einsatzzentralen auf beiden Vorplätzen
und überwacht die Einhaltung der Verkehrsordnung. Diese Aufgabe wird von gemischten Patrouillen
erfüllt, welche jeweils aus einem Polizeibeamten und einem Gendarm bestehen und durch Überwachung
des Tunnels die Sicherheitsvorkehrungen ergänzen. |
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